Ist unsere Rente noch sicher?

Veröffentlicht am 21.11.2011 in Jusos in Aktion
 

„Die Rente ist sicher“ Was in den neunziger Jahren noch als unerschütterliche Tatsache gehandelt wurde, gerät in jüngster Vergangenheit immer mehr in Zweifel. Wie viel Sozialstaat kann sich das Deutschland der Zukunft infolge des Demografischen Wandels überhaupt noch leisten? Mit dieser Frage beschäftigte sich der diesjährige Themenabend der JUSO-AG Marbach Bottwartal vom vergangenen Donnerstag. Die Bundesrepublik im Jahre 2030: Verlassene Ortschaften auf dem Land, verarmte Rentner, die ein menschenunwürdiges Dasein am Existenzminimum fristen, sowie eine gewaltige Kluft zwischen Arm und Reich – der demografische Wandel hat seine Spuren hinterlassen. Auch wenn das im Film „2030-Aufstand der Alten“ dargestellte Szenario ein wenig dramatisch und überspitzt wirkte, so war dessen Botschaft dennoch klar. Die Zeit verhaltener und zögerlicher Reformen ist vorbei. „Die Politik muss endlich konsequent handeln, um den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen zu können“ meinte der  stellvertretende AG Vorsitzende und Mitorganisator des Themenabends. Wie diese Reaktion der Regierung ausfallen könnte und sollte, darüber wurde im Anschluss an den etwa zweistündigen Film offen debattiert. Bei Getränken und Gebäck tauschten die rund 10 Teilnehmer, angefangen bei Schülern, über Berufstätige, bis hin zu Rentner, ihre Gedanken und Erfahrungen miteinander aus. Dabei wurde die Fokussierung auf neue und offenere Einwanderungspolitik ebenso ausdiskutiert, wie die Schaffung von besseren Rahmenbedingungen für Familiengründungen oder die Anhebung der Steuern mit dem Ziel die Finanzierung des Sozialsystems weiterhin zu gewährleisten. „Die generationsübergreifende Runde hat es uns ermöglicht, ein differenziertes und vielseitiges Bild vom Demografischen Wandel zu erhalten“, meinte Alexander Holder. „Noch haben wir Zeit, den kommenden Problemen gegenüberzutreten.“ Doch die Uhr tickt.