Gedanken zum Internationalen Frauentag

Veröffentlicht am 08.03.2018 in Ortsverein
 

Heute ist der Internationale Frauentag. An dieser Stelle ein paar Gedanken dazu.

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ – so sagt es das Grundgesetz. Was heute als selbstverständlich erscheint, musste früher erst politisch durchgesetzt werden. Es waren Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten die das erreicht haben.

Vor 100 Jahren, am 12. November 1918 wurde das Frauenwahlrecht verkündet, dafür haben die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten der damaligen Zeit gekämpft. Bereits 1891 hat die SPD auf ihrem Erfurter Parteitag das Frauenwahlrecht als Forderung in ihr Parteiprogramm aufgenommen und 1895 als Antrag im Deutschen Reichstag eingebracht. Im Februar 1919 hat Marie Juchacz – eine Sozialdemokratin – als erste Frau in einem deutschen Parlament gesprochen.

Elisabeth Selbert /SPD und Friederike „Frieda“ Nadig /SPD waren zwei der vier „Mütter des Grundgesetzes“. Sie haben 1948 im Parlamentarischen Rat, der insgesamt 65 Abgeordnete hatte, in der Nachkriegszeit das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland mit ausgearbeitet und durchgesetzt, dass der bereits oben zitierte Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ im Grundgesetz verankert wird.

Vor 60 Jahren wurde ebenfalls ein wichtiger Schritt zur Gleichberechtigung gemacht. Wieder war es hauptsächlich die SPD-Fraktion (u.a. Frieda Nadig), die dafür gesorgt hatte, dass das sogenannte Gleichberechtigungsgesetz zum 1. Juli 1958 in Kraft treten konnte.

Auch aktuell, in der letzten Legislaturperiode, hat sich die SPD für Frauen stark gemacht. Wir haben die Frauen in Führungspositionen vorangebracht. Wir haben die Entgelttransparenz durchgesetzt. Wir haben für die Betreuung und für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit dem Elterngeld Plus unglaublich viel gemacht.

Trotzdem gibt es noch viel zu tun. Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist eine Frage der Gerechtigkeit. Sie ist Voraussetzung und Motor für nachhaltige Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft, national und international. Deshalb ist die Gleichberechtigung von Frauen und Männern auch im aktuellen Koalitionsvertag ein wichtiges Thema. Die SPD will noch vorhandene strukturelle Hemmnisse abbauen und wird dazu eine ressortübergreifende Gleichstellungsstrategie entwickeln und mit einem Aktionsplan umsetzen.

 

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